Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem Tschad und Sudan in Doha, startet der Sudan einen Angriff auf den tschadischen Präsidenten Idriss Deby . Tschadische Rebellen sind, vom Sudan aus,  mit mehreren Hundert Fahrzeugen bereits tief in den Tschad vorgedrungen.

Schon seit Monaten werden tschadische Rebellen von der sudanesischen Armee ausgerüstet und trainiert. Um  El-Fashir, die Hauptstadt Nord-Darfurs, gab es Trainingslager in denen tschadische Rebellen von der sudanesischen Armee Unterstützung erhielten. Über den Flughafen Al-Fashirs wurden sie mit militärischer Ausrüstung beliefert.

Jetzt startet die sudanesische Regierung scheinbar, entgegen allen Friedensbekundungen, einen erneuten Angriff auf N’djamena. Eine neue Schlacht um die Vorherrschaft in Darfur und Tschad hat begonnen. Eine Stürzung Idriss Debys hätte die Schwächung der  JEM-Rebellen und damit auch eine Umkehr des Machtverhältnisses in Darfur zur Folge. Aller Wahrscheinlichkeit nach, zum Nachteil des gesamten Friedensprozesses im Sudan.

Die sudanesische Regierung versucht die Front im Westen abzubauen. Der steigende Druck in Kordofan – und mit Ablauf der Übergangsphase (des CPAs) auch im Südsudan -  könnte ihre militärischen Kräfte schon bald dort benötigen. Das sudanesische Regime um Al-Bashir kämpft ums Überleben: dieser Kampf, so scheint es, wird an mehreren Schauplätzen ausgetragen.

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Seit wenigen Tagen gibt es bei StudiVZ eine Petition zu Darfur. Die Petition wird durch den Beitritt zur Gruppe unterstützt. Somit wird die Forderung nicht nur durch eine Unterschrift, sondern mit dem ganzen Profil der Unterzeichnenden bekräftigt. Unterschrieben von tausenden Menschen, wird diese Petition zu einem Mahnruf der nicht überhört werden kann.

Name der Gruppe:

Petition 2.0: für eine menschenwürdige Darfur-Politik

Petition 2.0

Genf (Reuters) – Der bislang schwerste Angriff auf einen Stützpunkt der Afrikanischen Union in Darfur hat den Vereinten Nationen zufolge die Notwendigkeit einer robusten Friedenstruppe für die sudanesische Region verdeutlicht.

Quelle

Man kann nur hoffen, dass dies keine leeren Worte bleiben. Die UNO hat zu häufig den nötigen Biss vermissen lassen.