Nachtrag zu «Blutige Rendite – PetroChina lässt Öl mit Leben bezahlen»: Genocide Alert geht auf den Zusammenhang zwischen den Ölgeschäften PetroChinas und dem Genozid in Darfur  ein:

Die Regierung des Sudan nutzt ca. 70% ihrer gesamten Einnahmen für den Kauf von Militärgerät und zur Bewaffnung arabischer Reitermilizen, den sogenannten Janjaweed, welche seit Jahren schwere Menschenrechtsverletzungen gegen die Zivilbevölkerung in Darfur begehen.

von David Dagan

In Darfur ist sogar Kochen lebensgefährlich.

Zur Essenszubereitung müssen die Flüchtlinge nämlich ihre (relativ) sicheren Lager verlassen um Feuerholz zum Kochen zu sammeln. Dabei sind sie den mörderischen Milizen ausgesetzt. Viele Frauen sind auf diesen Expeditionen vergewaltigt worden.

Ein Team an der Universität Berkeley in Kalifornien hat eine Hilfe erfunden: effiziente Kochherde, die genau den Konditionen in Darfur angepasst sind und viel weniger Holz verbrennen. Der reduzierte Holzbedarf bedeutet für die Flüchtlinge weniger Bewegung aus dem Lager – und das rettet Leben. Jetzt geht es darum, die Herde vor Ort in Produktion zu bringen.

Khartum – Sudanesische Regierungstruppen und verbündete Milizen haben Aufständischen zufolge eine Stadt in der Region Darfur niedergebrannt und 105 Menschen getötet. Tagelang hätten die Bewaffneten Haskanita verwüstet, sagte am Montag ein Mitarbeiter der Rebellengruppe Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA), Suleiman Dschamus. Die Vereinten Nationen bestätigten, dass in dem Ort nur noch die Moschee und eine Schule stehen würden. Die meisten der 7000 Einwohner seien geflohen.

Die ganze niederschmetternde Meldung bei derStandard