Auf der Website der Gesellschaft für bedrohte Völker beginnt eine neue Aktion zu den diesjährigen olympischen Spielen in China:
Angesichts von VÖLKERMORD – kein “business as usual” mit CHINA!
13. März 2008
Auf der Website der Gesellschaft für bedrohte Völker beginnt eine neue Aktion zu den diesjährigen olympischen Spielen in China:
Angesichts von VÖLKERMORD – kein “business as usual” mit CHINA!
14. Februar 2008
Das Organisationskomitee für die Spiele in Peking erklärte, China unternehme “unermüdliche Anstrengungen” für einen Frieden in Darfur. “Die Darfur-Frage mit den Olympischen Spielen zu verbinden, wird nicht zu ihrer Lösung beitragen und verträgt sich nicht mit dem olympischen Geist, der Sport von Politik trennt”, hieß es in der Stellungnahme weiter. Die staatlichen Medien warfen dem Westen eine Instrumentalisierung von Olympia vor. Es sei “absolut absurd”, China die Schuld für die Lage im Sudan zuzuschieben, kommentierte die “Global Times”, ein Ableger des Zentralorgans der Kommunistischen Partei, “Renmin Ribao”.
13. Februar 2008
Spiegel Online:
Steven Spielberg tritt aus Protest als Olympia-Berater zurück
Der Filmemacher, Regisseur und Oscargewinner Steven Spielberg tritt als künstlerischer Berater für die Olympischen Sommerspiele in Peking zurück. Seine Gründe: Die Sudan-Politik Chinas und die destruktive Rolle im Darfur-Konflikt.
25. Januar 2008
Jiang erklärte, China habe in der Darfur-Frage stets eine konstruktive Rolle gespielt
22. Januar 2008
Unsere Kollegin Lilly N. (Pseudonym) befindet sich zur Zeit in Kambodscha und berichtet von der Unterdrückung der Proteste zugunsten Darfurs durch die dortige Regierung.:
Im Rahmen der weltweiten Dream For Darfur Relay wollte die engagierte US-Schauspielerin Mia Farrow, nach erfolgreichen Veranstaltungen im Tschad, in Ruanda, in Bosnien, Armenien und Deutschland, nun auch in Kambodscha auf den gegenwärtigen Völkermord im Sudan aufmerksam machen.
Der symbolische olympische Fackellauf sollte am Sonntag, dem 20.01.2008 in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh im Toul Sleng Museum stattfinden und den weltweiten Genozid-Opfern gedenken. Die ehemalige Schule diente während des Khmer Rouge-Regimes als Foltergefängnis, dem keiner der 16.000 ehemaligen Häftlinge lebend entkam.
Bereits im Dezember 2007 hat Dream For Darfur mit der einheimischen Nichtregierungsorganisation CSD (Center for Social Development) die öffentliche Zeremonie in der Gedenkstätte offiziell angemeldet – und schriftlich genehmigt bekommen.
Kurzfristig ließ die kambodschanische Regierung die Veranstaltung jedoch verbieten mit der Drohung sämtliche am Fackellauf beteiligten Ausländer des Landes zu verweisen, da die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China auf gar keinen Fall gefährdet werden soll durch die china-kritische Zusammenkunft.
Der Grund: Mit der Kampagne “China Please” möchte Dream For Darfur die chinesische Regierung und Industrie auffordern, Abstand von Geschäften mit dem Sudan zu nehmen, da so der blutige Angriff auf unschuldige Darfuris mitfinanziert werde.
Etwa 200 Kräfte der kambodschanischen Militärpolizei blockierten ganztägig alle Zufahrtswege zum Toul Sleng Museum, um die 8-köpfige Delegation um Mia Farrow und um CSD-Direktorin Theary C. Seng, daran zu hindern, mit Lotusblumen den Toten zu gedenken.
Anschließend bei der Presse-Konferenz schossen Theary C. Seng, deren Eltern von Pol Pots’ Schergen umgebracht wurden, die Tränen in die Augen – sie schäme sich für die Haltung ihres Heimatslandes, die diese friedliche Versammlung mit noblen Absichten mit Polizeigewalt unterbunden hat zugunsten wirtschaftlicher Interessen.
Auf diese Weise hat Kambodscha auf peinliche Weise sein wahres Gesicht der Weltöffentlichkeit gezeigt und gleichzeitig daran erinnert, dass China auch das sozialistische Khmer Rouge-Regime damals maßgeblich mit Devisen und Waffen unterstützt hat und dass selbst heute in der scheinbaren Demokratie es nicht möglich ist, sich zu versammeln und seiner Meinung kund zu tun.
Hätte die Dream For Darfur Fackelzeremonie wie geplant im Toul Sleng Museum stattgefunden, hätte die Veranstaltung bei der internationalen Presse wohl kaum Beachtung gefunden.
Doch damit nicht genug: Um den eigenen Image-Schaden zu begrenzen, ist die kambodschanische Regierung nun darum bemüht, die Veranstalter zu beschuldigen, Samstag Nacht in das Toul Sleng Museum eingebrochen zu sein, um dort unerlaubt Fotos zu machen mit Mia Farrow und dem Künstler Vann Nath. dem einzigen Überlebenden des Foltergefängnisses.
21. Dezember 2007
Nachtrag: Die Petition findet sich hier.
Es freut uns bei RettetDarfur.de natürlich, wenn ein Olympia-Sponsor sich mit unserem Anliegen beschäftigt. Im Falle von General Electric sind wir allerdings überrascht, dass anscheinend ein freier PR-Berater aus dem Umfeld von General Electric die Telefonnummern von Unterzeichnern der Petition recherchiert und diese anruft, um mehr über sie herauszufinden. Warum er dabei seine Intentionen nicht klar offenlegt, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Wir haben die Unterzeichner der Petition darauf aufmerksam gemacht, dass sie zu keiner telefonischen Auskunft verpflichtet sind. (mehr…)
03. Dezember 2007
Seit dem Wochenende haben wir zwei neue Petitionen online:
Die erste wendet sich im Rahmen von Dream for Darfur an die Hauptsponsoren der olympischen Spiele, Adidas, Anheuser-Busch, Atos Origin, BHPBilliton, Coca-Cola, General Electric, Johnson & Johnson, Kodak, Lenovo Group Limited, Manulife, McDonalds, Microsoft, Panasonic, Samsung, Staples, Swatch, UPS, Visa, Volkswagen, mit der Bitte auf die chinesische Regierung einzuwirken, um der vielbeschworenen Corporate Social Responsibility gerecht zu werden.
Die zweite Petition wendet sich an den chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao und erinnert ihn daran, dass die Unterstützung für einen Genozid mit dem olympischen Traum unvereinbar ist.