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Konsequent: Spielberg kehrt Olympia den Rücken

Spiegel Online:

Steven Spielberg tritt aus Protest als Olympia-Berater zurück

Der Filmemacher, Regisseur und Oscargewinner Steven Spielberg tritt als künstlerischer Berater für die Olympischen Sommerspiele in Peking zurück. Seine Gründe: Die Sudan-Politik Chinas und die destruktive Rolle im Darfur-Konflikt.

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes fordert mehr Engagement von Merkel

Netzeitung: Deutschland muss sich in Darfur einmischen - Luis Moreno-Ocampo, Chefankläger des Internationalen Strafgerichts fordert mehr Engagement Merkels gegen die Kriegsverbrecher in der sudanesischen Regierung.

Wo sind die Helikopter?

Ein Gastbeitrag von David Dagan:

Der UNO Mission in Darfur fehlen 24 Helikopter.

Ohne den Maschinen ist die Mission so gut wie sinnlos. Denn die Soldaten können die Zivilbevölkerung nur dann beschützen, wenn sie im Notfall schnell auftauchen können. In einer Region so gross wie Frankreich geht das nur per Lufttransport.

Bisher hat die UNO trotzt dem persönlichem Engagements von Ban Ki-Moon nicht eine einzige Maschine ausfindig gemacht.

Als die EU-Mission im benachbarten Chad sich in einem ähnlichen Schlamassel befand, kam Frankreich mit 10 Helikoptern zur Rettung. Wer wird jetzt in Darfur dem französischem Beispiel folgen? Mehr lesen »

Präsident Al-Bashir gibt Kriegsverbrecher Regierungsposten

(Göttingen, 23.01.200 8) Am 18. Januar wurde dem Janjawid-Führer Musa Hilal, dem
schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, ein hoher Beraterposten im
Ministerium für Bundesangelegenheiten übergeben.

Der 1961 geborene Musa Hilal war Führer des arabischen Mahameed Clans in Darfur.1977 wurde Hilal mit dem Vorwurf festgenommen, 17 Angehörige eines afrikanischen Stammes getötet zu haben, aber aufgrund mangelnder Beweise wieder auf freien Fuß gesetzt. 1998 wurde er der Anführung eines bewaffneten Raubüberfalls auf die Central Bank in Nyala überführt, bei dem ein Polizist getötet worden war. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verbüßte er während der nächsten Jahre eine Freiheitsstrafe in verschiedenen Gefängnissen im Sudan. Mehr lesen »

Aber sicher…

Jiang erklärte, China habe in der Darfur-Frage stets eine konstruktive Rolle gespielt

Quelle

Kambodscha verhindert Dream For Darfur Fackelzeremonie

Unsere Kollegin Lilly N. (Pseudonym) befindet sich zur Zeit in Kambodscha und berichtet von der Unterdrückung der Proteste zugunsten Darfurs durch die dortige Regierung.:

MedienIm Rahmen der weltweiten Dream For Darfur Relay wollte die engagierte US-Schauspielerin Mia Farrow, nach erfolgreichen Veranstaltungen im Tschad, in Ruanda, in Bosnien, Armenien und Deutschland, nun auch in Kambodscha auf den gegenwärtigen Völkermord im Sudan aufmerksam machen.

Der symbolische olympische Fackellauf sollte am Sonntag, dem 20.01.2008 in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh im Toul Sleng Museum stattfinden und den weltweiten Genozid-Opfern gedenken. Die ehemalige Schule diente während des Khmer Rouge-Regimes als Foltergefängnis, dem keiner der 16.000 ehemaligen Häftlinge lebend entkam.

Bereits im Dezember 2007 hat Dream For Darfur mit der einheimischen Nichtregierungsorganisation CSD (Center for Social Development) die öffentliche Zeremonie in der Gedenkstätte offiziell angemeldet - und schriftlich genehmigt bekommen.

Kurzfristig ließ die kambodschanische Regierung die Veranstaltung jedoch verbieten mit der Drohung sämtliche am Fackellauf beteiligten Ausländer des Landes zu verweisen, da die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China auf gar keinen Fall gefährdet werden soll durch die china-kritische Zusammenkunft.

Der Grund: Mit der Kampagne “China Please” möchte Dream For Darfur die chinesische Regierung und Industrie auffordern, Abstand von Geschäften mit dem Sudan zu nehmen, da so der blutige Angriff auf unschuldige Darfuris mitfinanziert werde.

Etwa 200 Kräfte der kambodschanischen Militärpolizei blockierten ganztägig alle Zufahrtswege zum Toul Sleng Museum, um die 8-köpfige Delegation um Mia Farrow und um CSD-Direktorin Theary C. Seng, daran zu hindern, mit Lotusblumen den Toten zu gedenken.

Anschließend bei der Presse-Konferenz schossen Theary C. Seng, deren Eltern von Pol Pots’ Schergen umgebracht wurden, die Tränen in die Augen - sie schäme sich für die Haltung ihres Heimatslandes, die diese friedliche Versammlung mit noblen Absichten mit Polizeigewalt unterbunden hat zugunsten wirtschaftlicher Interessen.

Auf diese Weise hat Kambodscha auf peinliche Weise sein wahres Gesicht der Weltöffentlichkeit gezeigt und gleichzeitig daran erinnert, dass China auch das sozialistische Khmer Rouge-Regime damals maßgeblich mit Devisen und Waffen unterstützt hat und dass selbst heute in der scheinbaren Demokratie es nicht möglich ist, sich zu versammeln und seiner Meinung kund zu tun.

PressekonferenzHätte die Dream For Darfur Fackelzeremonie wie geplant im Toul Sleng Museum stattgefunden, hätte die Veranstaltung bei der internationalen Presse wohl kaum Beachtung gefunden.

Doch damit nicht genug: Um den eigenen Image-Schaden zu begrenzen, ist die kambodschanische Regierung nun darum bemüht, die Veranstalter zu beschuldigen, Samstag Nacht in das Toul Sleng Museum eingebrochen zu sein, um dort unerlaubt Fotos zu machen mit Mia Farrow und dem Künstler Vann Nath. dem einzigen Überlebenden des Foltergefängnisses.

General Electric und Adidas reagieren auf unsere Olympia-Petition

Symbolbild General ElectricNachtrag: Die Petition findet sich hier.

Es freut uns bei RettetDarfur.de natürlich, wenn ein Olympia-Sponsor sich mit unserem Anliegen beschäftigt. Im Falle von General Electric sind wir allerdings überrascht, dass anscheinend ein freier PR-Berater aus dem Umfeld von General Electric die Telefonnummern von Unterzeichnern der Petition recherchiert und diese anruft, um mehr über sie herauszufinden. Warum er dabei seine Intentionen nicht klar offenlegt, ist für uns nicht nachvollziehbar.

Wir haben die Unterzeichner der Petition darauf aufmerksam gemacht, dass sie zu keiner telefonischen Auskunft verpflichtet sind. Mehr lesen »

Brief afrikanischer und europäischer Organisationen der Zivilgesellschaft an afrikanische und europäische Staats- und Regierungschefs

briefim Vorfeld des EU-Afrika-Gipfels, Lissabon, 8 – 9. Dezember 2007

Exzellenz,

Während Sie sich darauf vorbereiten, nächsten Monat Staats- und Regierungschefs aus Europa und Afrika in Lissabon zu treffen, schreiben wir Ihnen als afrikanische und europäische Hilfsorganisationen, Menschenrechtsgruppen und „Think Tanks“, um sie aufzufordern, Darfur auf Ihrer Tagesordnung ganz nach oben zu setzen.

Wir glauben, dass das Gipfeltreffen eine einzigartige Gelegenheit für afrikanische und europäische politische Führer bietet, um in Bezug auf Darfur und seine Bevölkerung eine neue gestärkte – und geeinte – Position zu entwickeln. Mehr lesen »

Offener Brief afrikanischer und europäischer Parlamentarier anlässlich des EU-Afrika Gipfels

briefIhre Exzellenzen,

am 07. und 08. Dezember werden Sie in Lissabon zum ersten EU-Afrika Gipfel seit 2000 zusammentreffen. Verstärkte Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Kontinenten ist ein sehr wünschenswertes Ziel, welches wir als gewählte Volksvertreter zu unterstützen versuchen.

Wir sind jedoch fest davon überzeugt, dass keine Debatte über eine solche Zusammenarbeit Fortschritte machen kann, ohne die größte und eine der dringendsten humanitären Katastrophen in der Region anzugehen: den andauernden Konflikt in Darfur und seine destabilisierende Wirkung auf den Sudan und seine Nachbarn. Mehr lesen »

Offener Brief afrikanischer und europäischer Autoren an die Staatsoberhäupter beim EU-Afrika-Gipfel

Darfur-Simbabwe: Ignoring it won’t stop it (Brief mit Pressemitteilung als PDF-Download im Presse-Bereich)

In einigen Tagen werden sich Staatschefs aus Afrika und Europa in Portugal treffen, um Angelegenheiten zu besprechen, die die beiden Kontinente verbinden, deren Geschichten, ob gut oder schlecht, seit Jahrhunderten verwoben sind. Dies stellt eine historische Gelegenheit dar, eine neue Ära einzuläuten, die sich auf gemeinsame Werte gründet, und eine ehrliche Freundschaft zu beginnen, in der man einander unterstützt und voneinander lernt. Mehr lesen »