Humanitäre Lage


Kassel, 25.03.2009.

Laut  Berichten Sudan Tribune zufolge, sollen in Darfur lebensnotwendige Arzneimittel zerstört werden. Die Produkte stammen von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die, wie auch   15 weitere NGOs, vor 2 Wochen des Landes verwiesen wurden.

Die dem  sudanesischen Regime treue Humanitarian Aid Comission, die dies ankündigte,begründete das Vorhaben damit, dass die medizinischen Produkte abgelaufen seien. Dies ist natürlich eine Farce, denn Fakt ist, dass die medizinische Versorgung in Darfur ungenügend und Arzneiprodukte Mangelware sind. Die Vernichtung dieser Medizin wird, wie auch die Verweisung der Hilfsorganisationen, den Tod vieler Menschen nach sich ziehen. (mehr…)

Der Sudanesische Präsident Al-Bashir, im Gegenzug zu der Anklage des IStGH, verwies mindestens 13 NGOs aus Darfur. Der Wegbruch der durch diese Organisationen geleisteten Nothilfe bedroht nach neusten Zahlen der UN 4,7 Millionen Menschen. 1 Million Menschen ohne Wasser, 1,1 Millionen Menschen ohne Nahrung, 2,7 Millionen in Flüchtlingslagern, 4,7 Millionen direkt betroffen von einer geschätzten Gesambevölkerung von 6,3 Millionen Menschen in Darfur. Veröffentlicht auf www.Reliefweb.org.

Reliefweb.org

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Kassel, 06.03.2008. – Am heutigen Tag war es in den 10 Uhr-Nachrichten auf HR-Info zu hören: “Opel kämpft ums Überleben. Ob und in wie weit der Staat Opel unter die Arme greifen wird ist noch nicht entschieden.” Das Überleben des Konzerns ist ungewiss. Und das haben Millionen Menschen in Darfur mit Opel gemeinsam: Sie kämpfen darum zu überleben; ihr Überleben ist äußerst ungewiss und hängt in großem Maße vom Interesse und Entscheidungen der internationalen Politik ab. Wenige Stunden, nachdem gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan Al-Bashir ein Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in 7 Fällen erlassen wird, verweist der Präsident internationale Hilfsorganisationen aus seinem Land, aus dem westlichen Sudan. Die Ausweisung der dort arbeitenden Hilfsorganisationen führt zum Zusammenbruch der Nothilfe für die dortige Bevölkerung. Ohne diese droht hunderttausenden von Menschen der Hunger-und Seuchentod. 4,2 Millionen Menschen hängen am “Tropf” der internationalen Hilfsorganisationen. Zusätzlich bleiben Angriffe auf die verwundbare Zivilbevölkerung zu befürchten. Der Vergleich zu Opel scheint vielleicht makaber,  spiegelt aber nur die Realität wieder, und die sieht leider so aus: Im Gegensatz zu Opel gibt es für (mehr…)

In einigen Gebieten des Sudan blühen die Felder und Farmer fahren gute Ernten ein. Bohnen, Getreide, Hirse, Melonen, Kürbisse, Melonen, Auberginen im Überfluss. Doch die hungernden Menschen im Sudan profitieren hiervon nicht, denn ein Großteil der Ernte ist für den Export bestimmt. Sudans hungernden Bewohner werden, wenn überhaupt, von der internationalen Gemeinschaft versorgt. (mehr…)

(28.06.2008 ) Die über 4 Millionen auf internationale Hilfe angewiesenen Menschen in Darfur können von humanitären Hilfsorganisationen kaum noch erreicht werden. Steigende Überfälle auf Konvois des Welternährungsprogramms(WFP) führten im Mai zu einer Kürzung der Lebensmittelrationen um 42%. Die Zuteilung des täglichen Energiegehaltes sank von 2,156 auf 1,242 Kilokalorien pro Person. Von dieser Maßnahme sind laut WFP 2,7 Millionen Menschen betroffen. (mehr…)

10.Juni 2008 – Aufgrund eines Finanzierungsengpasses wird der UN Humanitarian Air Service (UNHAS) für 14.000 Helfer nach Darfur und in andere Gebiete im Sudan mit sofortiger Wirkung eingeschränkt, erklärte das UN World Food Programme (WFP) heute. (mehr…)