Gewalt


Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem Tschad und Sudan in Doha, startet der Sudan einen Angriff auf den tschadischen Präsidenten Idriss Deby . Tschadische Rebellen sind, vom Sudan aus,  mit mehreren Hundert Fahrzeugen bereits tief in den Tschad vorgedrungen.

Schon seit Monaten werden tschadische Rebellen von der sudanesischen Armee ausgerüstet und trainiert. Um  El-Fashir, die Hauptstadt Nord-Darfurs, gab es Trainingslager in denen tschadische Rebellen von der sudanesischen Armee Unterstützung erhielten. Über den Flughafen Al-Fashirs wurden sie mit militärischer Ausrüstung beliefert.

Jetzt startet die sudanesische Regierung scheinbar, entgegen allen Friedensbekundungen, einen erneuten Angriff auf N’djamena. Eine neue Schlacht um die Vorherrschaft in Darfur und Tschad hat begonnen. Eine Stürzung Idriss Debys hätte die Schwächung der  JEM-Rebellen und damit auch eine Umkehr des Machtverhältnisses in Darfur zur Folge. Aller Wahrscheinlichkeit nach, zum Nachteil des gesamten Friedensprozesses im Sudan.

Die sudanesische Regierung versucht die Front im Westen abzubauen. Der steigende Druck in Kordofan – und mit Ablauf der Übergangsphase (des CPAs) auch im Südsudan -  könnte ihre militärischen Kräfte schon bald dort benötigen. Das sudanesische Regime um Al-Bashir kämpft ums Überleben: dieser Kampf, so scheint es, wird an mehreren Schauplätzen ausgetragen.

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Kassel, 25.03.2009.

Laut  Berichten Sudan Tribune zufolge, sollen in Darfur lebensnotwendige Arzneimittel zerstört werden. Die Produkte stammen von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die, wie auch   15 weitere NGOs, vor 2 Wochen des Landes verwiesen wurden.

Die dem  sudanesischen Regime treue Humanitarian Aid Comission, die dies ankündigte,begründete das Vorhaben damit, dass die medizinischen Produkte abgelaufen seien. Dies ist natürlich eine Farce, denn Fakt ist, dass die medizinische Versorgung in Darfur ungenügend und Arzneiprodukte Mangelware sind. Die Vernichtung dieser Medizin wird, wie auch die Verweisung der Hilfsorganisationen, den Tod vieler Menschen nach sich ziehen. (mehr…)

Kassel, 06.03.2008. – Am heutigen Tag war es in den 10 Uhr-Nachrichten auf HR-Info zu hören: “Opel kämpft ums Überleben. Ob und in wie weit der Staat Opel unter die Arme greifen wird ist noch nicht entschieden.” Das Überleben des Konzerns ist ungewiss. Und das haben Millionen Menschen in Darfur mit Opel gemeinsam: Sie kämpfen darum zu überleben; ihr Überleben ist äußerst ungewiss und hängt in großem Maße vom Interesse und Entscheidungen der internationalen Politik ab. Wenige Stunden, nachdem gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan Al-Bashir ein Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in 7 Fällen erlassen wird, verweist der Präsident internationale Hilfsorganisationen aus seinem Land, aus dem westlichen Sudan. Die Ausweisung der dort arbeitenden Hilfsorganisationen führt zum Zusammenbruch der Nothilfe für die dortige Bevölkerung. Ohne diese droht hunderttausenden von Menschen der Hunger-und Seuchentod. 4,2 Millionen Menschen hängen am “Tropf” der internationalen Hilfsorganisationen. Zusätzlich bleiben Angriffe auf die verwundbare Zivilbevölkerung zu befürchten. Der Vergleich zu Opel scheint vielleicht makaber,  spiegelt aber nur die Realität wieder, und die sieht leider so aus: Im Gegensatz zu Opel gibt es für (mehr…)

Verschiedenen Berichten  zufolge (siehe z. B. SudanTribuneNews 24) werden an der Grenze Darfur/Tschad sudanesische Truppen aufgestockt. Außerdem werden über den Flughafen in El-Fashir, Hauptstadt Nord-Darfurs, Tschadische Rebellen von der sudanesischen Armee mit Waffen beliefert. Tschadische Rebellen erhalten dort auch militärisches Training.

Es gibt Grund zur Sorge, dass der sudanesisch- tschadische Proxykrieg erneut entflammt. Schon in den letzten Trockenperioden (Frühjahr) wurden Angriffe auf die jeweiligen Hauptstädte der Länder geführt. (mehr…)

(Göttingen, 29. 08.08, Gesellschaft für bedrohte Völker:)
Seit fünfeinhalb Jahren schaut die Welt zu, wie im westsudanesischen Darfur Hunderttausende Menschen von der eigenen Regierung und ihren Verbündeten ermordet und vertrieben werden. Millionen von Flüchtlingen haben in riesigen Lagern Schutz gesucht – aber nicht einmal dort sind sie sicher!

Am 25. August rückten gepanzerte Fahrzeuge der sudanesischen Armee in Kalma, dem mit 90.000 Bewohnern größten Flüchtlingslager in Darfur ein. Berichten zufolge wurden 85 Flüchtlinge getötet – die meisten von ihnen Frauen und Kinder – und Hunderte verletzt. (mehr…)

Seit Chefankläger Luis Moreno-Ocampo beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) am 14. Juli einen Haftbefehl für den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan Al-Bashir ersucht hat, ist in vielen Regierungskreisen ein heftiger Streit darüber entbrannt, inwieweit Druck durch den IStGH den Friedensprozess in Darfur beeinflussen kann. Nicht nur in der Arabischen Liga, sondern auch in der Afrikanischen Union und sogar von Seiten der Vereinten Nationen (UN) gibt es Widerstand oder Bedenken gegen einen Haftbefehl für den sudanesischen Präsidenten. Vielfach wird dabei (mehr…)

(28.06.2008 ) Die über 4 Millionen auf internationale Hilfe angewiesenen Menschen in Darfur können von humanitären Hilfsorganisationen kaum noch erreicht werden. Steigende Überfälle auf Konvois des Welternährungsprogramms(WFP) führten im Mai zu einer Kürzung der Lebensmittelrationen um 42%. Die Zuteilung des täglichen Energiegehaltes sank von 2,156 auf 1,242 Kilokalorien pro Person. Von dieser Maßnahme sind laut WFP 2,7 Millionen Menschen betroffen. (mehr…)

23.05.2008
Eine nicht identifizierte, schwer bewaffnete Gruppe von 50-60 Mann auf Pferden überfiel 4 nigerianische Blauhelme in Westdarfur und konfiszierte deren Waffen und Ausrüstung. Der Überfall ereignete sich entlang der neuen Flughafenstraße, nahe El-Geneina, der Hauptstadt Westdarfurs. (mehr…)

Der am 20. März 2008 veröffentlichte Bericht einer Untersuchungskommission der UN schafft erneut Gewissheit über die kontinuierlichen Gräueltaten in Darfur. (mehr…)

Am 6. und 7. April griffen die von der Regierung bewaffneten Janjaweed-Milizen drei Städte in Darfur an bei denen 14 Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden. In Al-Fashir, der Hauptstadt Norddarfurs schossen die Angreifer auf dem Marktpatz belanglos auf Personen und töteten dabei 4 und verletzten 15 Zivilisten. Geschäfte wurden geplündert. In Tawila kam es zu fünf Toten und 7 Verletzten. In Kabkabiya wurden 6 Menschen getötet, 16 verletzt und anschließend der Markt niedergebrannt, teilte Abdel Rahman Adam Nimer, Militärsprecher der SLA der Nachrichtenagentur Sudan Tribune mit. Besitzer der Geschäfte zogen sich zurück, die Bewohner der Stadt verharrten aus Angst in ihren Häusern. Die der sudanesischen Regierung nahestehende Medienagentur SMC. berichtete, die Angriffe seien ein Protest an die sudanesische Regierung, weil diese den ausstehenden Sold der Milizen nicht bezahlt habe.
Die Stadt Al-Fashir ist der Hauptstützpunkt der (mehr…)

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