Das Welternährungsprogramm, welches allein in Darfur mehr als 2 Millionen Menschen versorgt, muss aufgrund von Unterfinanzierung einen wichtigen Teil seiner Nothilfemaßnahmen einstellen. Viele der über 4 Millionen Menschen in Darfur, die auf internationale Hilfe angewiesen sind, konnten auch zuvor schon nur ungenügend versorgt werden. Eine Streichung von dringend benötigten Lufttransporten des UN-Humanitarian Air Service (UNHAS), wird direkte Folgen für die notleidenden Menschen haben: Steigende Sterblichkeitsraten, vor allem unter Kindern, Zunahme von Seuchen und Krankheiten auf Grund von Unterernährung. Resignation und Gewalt unter der Bevölkerung sind hiervon die Folge. Ein Teufelskreis, der immer schwerer zu durchbrechen sein wird und jetzt schon kaum mehr umkehrbar ist.
Die deutsche Regierung darf diesen Geschehnissen nicht tatenlos zuschauen. Sie muss in einem ersten Schritt Soforthilfe bereitstellen, indem sie das Welternährungsprogramm mit den nötigen finanziellen Mitteln versorgt. Andere Hilfsorganisationen die überlebensnotwendige Hilfe leisten müssen ebenso finanziell unterstützt werden. Nur zwei europäische Länder unterstützten die unentbehrlichen Lufttransporte in 2008. Dies obwohl Deutschland über die notwendigen Gelder verfügt. Die deutsche Politik kann und darf sich in diesem Fall nicht aus der Verantwortung stehlen!
In einem weiteren Schritt muss die deutsche Regierung den Dialog mit der sudanesischen Regierung suchen. Gerade weil die gesetzlosen Zustände in Darfur und die eskalierende Gewalt in der Ölregion Abyei von der eigenen Regierung heraufbeschworen wurden und politisch forciert werden, ist zur Bekämpfung der Ursachen dieses Problems eine politische Lösung unabdinglich. Die humanitär katastrophale Lage im Sudan ist eine Folge der Politik und kann deswegen nur an dieser Stelle gelöst werden.
12. Juni 2008
Deutsche Politik gefordert: Soforthilfe für das Welternährungsprogramm im Sudan. Jetzt!
Posted by toredim under RettetDarfur.de | Schlagworte: Flugtranporte, Humanitäre Hilfe, Hunger, NGO, Nothilfe, Politik, Sterblichkeitsrate, UNHAS, Welternährungsprogramm, WFP |1 Comment
14. Juni 2008 at 00:34
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