überspringe Navigation

SPLM Abgeordneter: Nord-und Südsudan stehen am Rande eines Bürgerkrieges

(Kassel, 28.05.2008 ) Nach schweren Kämpfen in der Stadt Abyei droht ein offener Kampf zwischen Regierungseinheiten und der Befreiungsbewegung der SPLA auszubrechen. Dies sagte Pagan Amum, Generalsekretär der SPLA (Sudan People’s Liberation Army) am vergangenen Samstag. Er warf der sudanesischen Armee ethnische Säuberungen vor. Betroffen waren hauptsächlich Menschen vom Stamme der Dinka. Den Worten Jehangir Qazis, Sondergesandter des Generalsektretärs zufolge existierte Abyei nicht mehr. Die Stadt sei völlig zerstört und verkohlt.

In den letzte Wochen war es zu schweren Kämpfen in Abyei gekommen. Presseberichten vom 24. Mai zufolge lag die Stadt nach den Kämpfen in Schutt und Asche. Soldaten der Armee plünderten die Häuser, aus einigen stieg noch immer Rauch auf. Die Bewohner waren aus der Stadt geflohen.

Schätzungen zufolge wurden 30.000 Bewohner Abyei’s sowie 20.000 Menschen aus den umliegenden Dörfern vertrieben. UN-Vertreter warnten, dass bis zu 90.000 Menschen von den Kämpfen in diesem Monat zu Flüchtlingen gemacht wurden. Viele von ihnen waren erst vor kurzer Zeit aus Äthiopien, Kenia und dem Süden des Sudan zurück in ihre Heimat gekehrt, wohin sie vor dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg geflüchtet waren.

Der Streit um die ölreiche Region Abyei hat schon im Herbst 2007 zur Spaltung der Regierung der nationalen Einheit geführt, in der die nordsudanesische Regierung sowie Vertreter die SPLA vertreten sind. Al-Bashir ist nicht bereit, die Grenzziehung durch eine von dem 2005 geschlossenen Friedensvertrag eingesetzte Kommission anzuerkennen.

Sollte die Vereinbarung des Abyei-Protokolls nicht implementiert werden, droht der 2005 geschlossene UmfassendeFriedensvertrag zu platzen.

Der Krieg zwischen dem Nord-und Südsudan hat mehr als 2 Millionen Menschenleben gefordert.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Pflichtfelder sind mit einem * markiert
*
*