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Blauhelme (UNAMID) angegriffen und ausgeraubt

23.05.2008
Eine nicht identifizierte, schwer bewaffnete Gruppe von 50-60 Mann auf Pferden überfiel 4 nigerianische Blauhelme in Westdarfur und konfiszierte deren Waffen und Ausrüstung. Der Überfall ereignete sich entlang der neuen Flughafenstraße, nahe El-Geneina, der Hauptstadt Westdarfurs. Die Angreifer ritten auf Pferden, trugen Tarnkleidung und waren mit Gewehren, Maschinengewehren und Panzerfäusten bewaffnet. Sie entwendeten den UN-Soldaten (UNAMID) Gewehre, Munition, Telefone und Bargeld.

Der Angriff offenbart erneut die Ohnmacht der Blauhelme (UNAMID). Sollten sie eigentlich die Bevölkerung vor Übergriffen schützen, sind sie im Falle eines Angriffes oft nicht in der Lage sich selbst zu schützen.

Von den 26.000 Blauhelmen die bis zum 1. Januar 2008 in Darfur hätten stationiert sein sollen, sind noch immer nur ca. 9.000 stationiert. Nicht nur die Tatsache dass die Anzahl viel zu gering ist, sondern dass wichtige Spezialeinheiten überhaupt nicht stationiert wurden schwächt die Truppen in beachtlicher Weise. Zu all dem sind die Truppen in ihrer Ausrüstung nicht adäquat ausgestattet.

Dies lässt an dem Willen der Geberstaaten sehr zweifeln, hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon doch sehr oft auf den Missstand hingewiesen und um Unterstützung gebeten.

Quellen:
Financial Times: http://www.ft.com/cms/s/0/08cf8bb8-2a80-11dd-b40b-000077b07658.html?nclick_check=1
All Africa: http://allafrica.com/stories/200805250011.html
Sudan Tribune: http://www.sudantribune.com/spip.php?article27266

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