November 2007


Wir haben auf der Website einen Bereich eingerichtet, in dem Materialien zur Zeremoniefeier und Pressekonferenz für den redaktionellen Gebrauch heruntergeladen werden können. (mehr…)

Ahmed Musa (Darfur-Hilfe e.V.), Mia Farrow und Michel Friedman entzünden eine Fackel für die Menschen in Darfur

Ahmed Musa (Darfur-Hilfe e.V.), Mia Farrow und Dr. Michel Friedman entzünden die symbolische olympische Fackel am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin.

Hoffnungsvolles Kindgenocide olympicsEs sind weniger als neun Monate, bis die olympischen Spiele in Peking beginnen. Die chinesiche Regierung läßt bisher keine Bereitschaft erkennen, ihren Einfluss auf die Regierung in Khartoum einzusetzen, um die Menschenrechtssituation zu verbessern. Am 29. November kam Mia Farrow mit dem Olympic Dream for Darfur nach Berlin. Dies ist Teil eines symbolischen olympischen Fackellaufs rund um die Welt. Bisher war die Fackel im Tschad nahe der sudanesischen Grenze, in Ruanda und in Armenien. Nach der Station in Berlin wird die Fackel nach Bosnien kommen. Das vereinende Motiv all dieser Orte ist ihre Bedeutung in Genoziden. Der Fackellauf erinnert daran, dass das Motto der Pekinger Spiele «One World, One Dream» ein Hohn ist, solange man nicht die Konsequenzen aus vergangenen Genoziden zieht. Dieses Problem wird  in einem Artikel von Genocide Alert anlässlich des Ereignisses vertieft betrachtet.

Bildcredits:

Kind aus Darfur: Mia Farrow

Genocide Olympics Logo: Yann Seitek

Mattafix FlyerMarlon singtMarlon singtMarlon von Mattafix mit RettetDarfur.de Tshirt

Am Dienstag spielte Mattafix-Sänger Marlon Roudette einen kurzen aber auch sehr eindrücklichen Gig im Oxfam-Shop Berlin. Er berichtete von seinen Erfahrungen in den Flüchtlingslagern im Tschad.

(Vgl. auch: Bericht im Tagesspiegel, Mattafix-Single «Living Darfur» als YouTube-Video in diesem Blog, Mattafix bei Myspace)

mattafix_rhythm_cover_lr.jpgAls große Fans von gesellschaftskritischen Kommentaren und dem Geschichten erzählenden Ethos des Blues legen Mattafix dabei großen Wert auf durchdachte, anregende und intelligente Texte.So wollen Mattafix mit der aktuellen Single “Living Darfur” auf die katastrophale humanitäre Lage im Ost-Tschad aufmerksam machen. Die beiden Musiker spenden ihre Einnahmen aus den Single-Verkäufen den Hilfsorganisationen Oxfam, Crisis Action und der Save Dafur Coalition. Das Video zu “Living Darfur” wurde im Ost-Tschad gedreht. Es zeigt den ungebrochenen Lebenswillen der Darfur-Flüchtlinge, die sich von den schwierigen Bedingungen in den Lagern nicht entmutigen lassen. Mattafix haben in den letzten Wochen nicht nur die Öffentlichkeit durch ihren Song sensibilisieren können, sondern haben auf der ganzen Welt gleichgesinnte Musiker getroffen.Am 27. November wird Mattafix Sänger Marlon Roudette ein Akustik Live Set im Oxfam Shop Berlin spielen. Neben der aktuellen Single wird es dort natürlich auch eine musikalische Kostprobe des neuen Albums geben.

Dienstag, 27. November – 13 Uhr
Oxfam Shop
Schönhauser Allee 118a
Berlin – Prenzlauer Berg

Olympic Dream for Darfur begann Anfang August (genau ein Jahr vor dem Beginn der olympischen Spiele in Peking) einen symbolischen Fackellauf um die Welt. Dieser Fackellauf soll die Hoffnung ausdrücken, dass China seine gleichzeitig indirekte Unterstützung für den Genozid wegen der olympischen Spiele nicht aufrecht erhält.

Am 29. November bringt Olympic Dream for Darfur in Zusammenarbeit mit RettetDarfur.de den Fackellauf nach Berlin. Am Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird die Fackel symbolisch entzündet werden (mehr Informationen), im Anschluss findet eine Pressekonferenz statt (mehr Informationen).

Warum am Denkmal für die ermordeten Juden? Die Unvergleichlichkeit der Shoah ist auf den ersten Blick ein Argument dagegen, Darfur in ein Verhältnis zu Auschwitz zu stellen. Das gilt allerdings vor allem für den direkten Vergleich. Der Standpunkt von RettetDarfur.de dazu ist folgender:

Der Genozid in Darfur ist weder qualitativ noch quantitativ der Shoah gleich. Er zeigt aber, dass nach 60 Jahren immer noch Völkermord vor den Augen der Welt zugelassen wird, weil die Veränderung im Denken und Handeln, die nach Auschwitz hätte eintreten müssen, immer noch nicht vollzogen ist.

Es sollte noch einmal hervorgehoben werden, dass es hier um die vielbeschworenen «Lehren aus Auschwitz» geht. Dabei geht es eben nicht darum, in welchem Verhältnis Ausmaß und Methode der Verbrechen zueinander stehen. Wenn sich unsere Politiker sich nicht bemüßigt fühlen, entschiedene Schritte einzuleiten, nachdem «nur» Hunderttausende in gestorben sind, wie kann man ihnen abnehmen, dass sie sich entgegenstellen, wenn es tatsächlich mehrere Millionen treffen sollte?

Der Konflikt in Darfur: Menschliche Tragödie, politisches Versagen und humanitäre Katastrophe

Donnerstag, 15. November 2007, 18.30 – 21 Uhr

Referenten:

  • Ulrich Delius, Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen,
  • Ahmed Musa Ali, Darfur-Hilfe e.V., Bielefeld

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker – Münster

Franz-Hitze-Haus, Katholisch-Soziale Akademie Münster, Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster, Tel. 0251/ 9818-0, Fax 0251/ 9818-480; Internet: www.franz-hitze-haus.de

Tagungsbeitrag: 9,- / 5,- Euro

Mehr Informationen 

Zum Börsengang von PetroChina

Die Berichterstattung zum Börsengang von PetroChina bestätigt einmal mehr den Eindruck: Profit ist das oberste Ziel in der Wirtschaft, auch wenn dies Tausende von Menschen mit ihrem Leben bezahlen müssen. Dass die deutsche Medienlandschaft vom Börsengang des weltweit teuersten Unternehmens so kritiklos berichtet ist erschreckend. (mehr…)

Gastbeitrag von David Dagan:

Die chinesische Oelfirma PetroChina stützt das sudanesische Regime, dass sich in Darfur des Völkermordes schuldig macht. Nun stützt die Schweizer Bank UBS die PetroChina – und das ist nicht in Ordnung.

Es ist wichtig, dass die UBS von uns hört! Mehr Infos unter darfurdivestment.org. Diesen Brief habe ich letzte Woche an die UBS geschickt: (mehr…)

Nachtrag zu «Blutige Rendite – PetroChina lässt Öl mit Leben bezahlen»: Genocide Alert geht auf den Zusammenhang zwischen den Ölgeschäften PetroChinas und dem Genozid in Darfur  ein:

Die Regierung des Sudan nutzt ca. 70% ihrer gesamten Einnahmen für den Kauf von Militärgerät und zur Bewaffnung arabischer Reitermilizen, den sogenannten Janjaweed, welche seit Jahren schwere Menschenrechtsverletzungen gegen die Zivilbevölkerung in Darfur begehen.

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