Völkermord in Darfur - Keine Geschäfte mit dem Tod
Schweizer Finanzinstitute müssen ihre Investitionen im Sudan überdenken - Umstrittener geplanter Börsengang
Der Völkermord in Darfur geht unvermindert weiter. Die Internationale Gemeinschaft hat bisher versagt, diese gemäss UNO aktuell grösste humanitäre Katastrophe zu stoppen. Um den Völkermord zu beenden, braucht es nun auch wirtschaftlichen Druck auf die sudanesische Regierung.
Die Finanzierung des Völkermordes beruht zu einem grossen Teil auf den Einnahmen des sudanesischen Regimes aus dem Ölhandel. Schweizer Finanzinstitute besitzen nach unseren Recherchen Investitionen — zum Teil in Milliardenhöhe — in umstrittenen Ölfirmen im Sudan.
Die Teilnehmer der Medienkonferenz werden darlegen, wie die Wirtschaft im Sudan den Völkermord indirekt unterstützt und bekannt geben, welche Schweizer Finanzinstitute Investitionen in umstrittenen Ölfirmen im Sudan besitzen. Sie werden auch darüber informieren, dass eine Schweizer Grossbank trotz zunehmender Proteste in Kürze einen Börsengang der chinesischen Firma PetroChina plant. CNPC, die Mutterfirma von PetroChina, ist einer der zentralen umstrittenen Akteure im sudanesischen Ölbusiness und PetroChina ist zudem auch aufgrund ihrer Tätigkeiten in Burma in negative Schlagzeilen geraten. Die Teilnehmer der Medienkonferenz werden sodann ihre Forderungen an die Schweizer Finanzinstitute bekannt geben.
Au Premier, Salon Rudolf, im Hauptbahnhof Zürich
Bahnhofplatz Zürich, 1. Stock
Montag, 29. Oktober 2007, 10:00 - 11:30 Uhr
Beiträge von:
- Christoph Wiedmer (Gesellschaft für bedrohte Völker, Bern)
- Abdelbagi Jibril (Darfur Relief and Documentation Center, Genf), Beitrag in Englisch
- Scott Wisor (Sudan Divestment Task Force, Genocide Intervention Network, Washington), Beitrag in Englisch
- Andreas Missbach (Erklärung von Bern, Zürich)
Im Anschluss an die Medienkonferenz besteht die Möglichkeit, mit allen Teilnehmern der Medienkonferenz Interviews zu führen.
Die Medienkonferenz wird durchgeführt von:
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