Oktober 2007


Völkermord in Darfur – Keine Geschäfte mit dem Tod

Schweizer Finanzinstitute müssen ihre Investitionen im Sudan überdenken – Umstrittener geplanter Börsengang

Der Völkermord in Darfur geht unvermindert weiter. Die Internationale Gemeinschaft hat bisher versagt, diese gemäss UNO aktuell grösste humanitäre Katastrophe zu stoppen. Um den Völkermord zu beenden, braucht es nun auch wirtschaftlichen Druck auf die sudanesische Regierung. (mehr…)

(Göttingen18.10.07)
Wenige Wochen vor den Friedensverhandlungen starten die sudanesische Armee und kooperierende Milizen große Offensiven gegen die schwarzafrikanische Bevölkerung, wobei es erneut zu Massakern kommt. Trotz Versprechungen internationaler Politiker, friedensschaffende Maßnahmen zu ergreifen, hat sich die Lage in Darfur weiter verschärft und lässt der betroffenen Bevölkerung kaum Grund zur Hoffnung. Brutale Angriffe auf die Zivilbevölkerung fordern fast täglich dutzende Todesopfer, verletzen Hunderte und treiben Zehntausende in die Flucht. Die katastrophale Sicherheitslage und regelmäßige Überfälle hindern Hilfsorganisationen an der Versorgung von 4,2 Millionen, dringend auf Hilfe angewiesenen Menschen. (mehr…)

Luxemburg – Die EU-Staaten schicken zum Schutz von Bürgerkriegsflüchtlingen rund 2500 Soldaten in den Tschad und in die Zentralafrikanische Republik. Das beschlossen die EU-Aussenminister in Luxemburg.

Die ganze Meldung lesen 

Carter got one thing right–that there is a legal definition of genocide, embodied in the 1948 U.N. Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide–but that’s it.

Das und mehr bringt der Sudan-Experte Eric Reeves in einem Artikel für The New Republic zu Jimmy Carters haarsträubenden Äusserungen über Darfur auf den Punkt.

Ein Video von Genocide-Alert.de:

von David Dagan

In Darfur ist sogar Kochen lebensgefährlich.

Zur Essenszubereitung müssen die Flüchtlinge nämlich ihre (relativ) sicheren Lager verlassen um Feuerholz zum Kochen zu sammeln. Dabei sind sie den mörderischen Milizen ausgesetzt. Viele Frauen sind auf diesen Expeditionen vergewaltigt worden.

Ein Team an der Universität Berkeley in Kalifornien hat eine Hilfe erfunden: effiziente Kochherde, die genau den Konditionen in Darfur angepasst sind und viel weniger Holz verbrennen. Der reduzierte Holzbedarf bedeutet für die Flüchtlinge weniger Bewegung aus dem Lager – und das rettet Leben. Jetzt geht es darum, die Herde vor Ort in Produktion zu bringen.

Dominic Johnson analysiert in der taz die letzten Entwicklungen in Darfur:

[…] Aber nachdem Sudans Regierung schon erfolgreich das Mandat der geplanten Truppe verwässerte und die Beteiligung nichtafrikanischer Länder ablehnt, sorgt sich die UN-Zentrale nun auch um die Handlungsfähigkeit der Unamid. […]

Der ganze Artikel in der taz… 

Khartum – Sudanesische Regierungstruppen und verbündete Milizen haben Aufständischen zufolge eine Stadt in der Region Darfur niedergebrannt und 105 Menschen getötet. Tagelang hätten die Bewaffneten Haskanita verwüstet, sagte am Montag ein Mitarbeiter der Rebellengruppe Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA), Suleiman Dschamus. Die Vereinten Nationen bestätigten, dass in dem Ort nur noch die Moschee und eine Schule stehen würden. Die meisten der 7000 Einwohner seien geflohen.

Die ganze niederschmetternde Meldung bei derStandard

Genf (Reuters) – Der bislang schwerste Angriff auf einen Stützpunkt der Afrikanischen Union in Darfur hat den Vereinten Nationen zufolge die Notwendigkeit einer robusten Friedenstruppe für die sudanesische Region verdeutlicht.

Quelle

Man kann nur hoffen, dass dies keine leeren Worte bleiben. Die UNO hat zu häufig den nötigen Biss vermissen lassen.

Ich habe die Dokumentation «The Devil came on Horseback» im bisherigen Blog mehrfach erwähnt. Da es nun möglich ist, Videos einzubinden, möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, den Trailer direkt vorzustellen:

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